Erfolg für Emma und Paul Dreiling in Oschersleben

 
 

Der ADAC-Kart-Cup machte am 29. und 30 Juni Station in der Motorsport-Arena Oschersleben. Insgesamt waren 235 Fahrerinnen und Fahrer aus ganz Deutschland gemeldet,die in der Magdeburger Börde ihre Kräfte miteinander messen wollten. Das Fahrerlager war bis auf den letzten Platz gefüllt. Bei großer Hitze wurde die Motorsportveranstaltung für alle zu einer Herausforderung.

Emma Dreiling ging in der Klasse Bambini light an den Start. Da das Team bereits am Freitag angereist war, sollte die Fahrerin des AC-Schleswig den ganzen Tag trainieren. Aber im ersten Stint brach die Bremsscheibe. Die Instandsetzung war sehr zeitaufwendig, so dass Emma nur noch den Nachmittag Zeit zum Fahren und Abstimmen hatte.

Mit großem Fleiß drehte die 11-Jährige Runde um Runde. Immer wieder wurde auf der Suche nach dem nächsten Zehntel der Reifendruck gemessen, die Übersetzung geändert, hier gemessen und dort geschraubt. Am Ende des Tages hatte das Team ein konkurrenzfähiges Kart auf der Strecke.

Am Samstag folgte nach dem warm-up das Quali. Emma belegte einen tollen sechsten Platz und startete im ersten Lauf somit aus der dritten Startreihe. Die Fahrerinnen und Fahrer waren sehr diszipliniert. Allen schien bewusst zu sein, dass das Wochenende nicht im ersten Rennen entschieden wird. Die Fahrerin des AC belegte im ersten Lauf Platz 6.

Am Sonntag folgten Lauf 2 und 3. Der zweite Lauf verlief ebenso verhalten. Emma konnte sich auf Platz 5 verbessern. Von den Rundenzeiten waren die Plätze 4 und 5 in Reichweite. Der dritte Lauf hatte es dann in sich. Emma gab ganz klar die Richtung vor. Und die hieß: nach vorne fahren. Immer wieder setzte sie zum Überholen an und lieferte sich tolle Rad-an-Rad-Kämpfe. Ihre Kontrahenten stiegen darauf ein und es entwickelte sich ein spannender Fight, bei dem auch die Grünstreifen als Rennstrecke herhalten mussten. Die Jüngsten zeigten großartigen und fairen Motorsport. Am Tagesende stand für die junge Racerin Platz 6. In der Kart-Cup-Gesamtwertung konnte sich Emma auf Platz 4 verbessern.  

Paul nutzte in der Klasse X30-Junior den ganzen Freitag zur Abstimmung. Am Tagesende war der Fahrer allerdings unzufrieden. Irgendetwas passte nicht. Auch nach dem freien Training am Samstag änderte sich das Bauchgefühl nicht. Die Abstimmung des Karts war nahezu perfekt, der Luftdruck passte, die Linie des Fahrers auf der Strecke war ideal. Nach langen Überlegungen entschied sich das Team, den Motor zu tauschen. Ein Risiko vor dem Quali. Wie würde der Motor sich verhalten?

Das Ergebnis war großartig. Der Fahrer des AC-Schleswig fuhr die schnellste Zeit und raste auf Pole. Beim ersten Lauf ging es dann heiß her. Die Fahrer starteten teilweise übermotiviert, so dass es auf der Strecke immer wieder zu Kollisionen und Ausfällen kam. Das kostete allen Beteiligten Zeit, das Klassement wurde durcheinander gewürfelt. Paul wurde bis auf Platz 9 zurückgeworfen, konnte das Kart aber immer wieder auf der Strecke halten und so bis auf Platz 3 nach vorne fahren.

Es folgte der zweite Lauf. Der Schleswig-Holsteiner konnte sich beim Start von 3 auf 2 verbessern und sich mit dem Führenden vom Feld absetzen. In der letzten Kurve des Rennens fuhr Paul ein tolles Manöver. Er wich in der Kurve von der Ideallinie ab, kreuzte hinter seinem Gegner, und als dieser sich nach rechts umdrehte, setze Paul sich links neben ihm. Ein großartiges Fotofinish: es fehlten 37/1000 auf Platz 1!

Im Park-Ferme dann kurzes Entsetzen. Da der Frontspoiler am Kart des AC-ler nicht mehr fest in der Halterung saß, wurde er mit einer Zeitstrafe von 5 Sekunden belegt. Tatsächlich hatte Paul aber 8 Sekunden Vorsprung auf den Dritten. Platz 2 blieb also sicher.

Im Abschließenden dritten Lauf mobilisierten die Fahrer noch einmal die letzten Kräfte und bewiesen ihr Können. Die ersten Fünf zeigten immer wieder Positionswechsel. Bis zum Schluss war nicht klar, wer diesen Lauf gewinnt. Zum Schluss reichte es für den Fahrer aus dem hohen Norden zu Platz 3. In der Kart-Cup-Gesamtwertung konnte sich Paul von Platz 6 auf 3 verbessern.

„Tolles Wochenende, super Zeiten, danke, danke ans Team. Bei der Hitze haben alle großartig gearbeitet. Heute auf dem Podest gestanden und in der Cup-Wertung auf 3 verbessert. Mehr geht nicht“, so der äußerst positive Abschluss des Fahrers des AC-Schleswig.

Aber der AC-Schleswig hatte noch jemanden am Start. Emma:“ Nach dem dritten Rennen war ich echt enttäuscht. Für einen Pokal hat es nicht gereicht. Aber als ich mich in der Gesamtwertung auf 4 sah, war ich schon stolz. Weiter geht`s in Kerpen“.

 

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