Paul Dreiling beim 3. NAKC-Lauf

Der 3. Lauf zur NAKC-Meisterschaft fand am 2. und 3. Juni in Harsewinkel statt. Austragungsort war das Emstalstadion. Dieser Lauf war zugleich auch ein Wertungslauf für die WAKC-Meisterschaft (WAKC Westdeutscher ADAC Kart-Cup). Entsprechend groß war das Teilnehmerfeld.

Dadurch reduzierten sich die Läufe für die jeweligen Altersklassen. Am Samstag hatten die Fahrer die Möglichkeit während vier freien Trainings die Karts zu testen. Üblich sind sonst sechs Sitzungen. Und auch die Wertungsläufe wurden von drei auf zwei reduziert.

Paul Dreiling war am Samstag sehr zufrieden. Endlich ein Trainingstag ohne technische Probleme. Auch wenn Paul das erste Mal in Harsewinkel mit dabei war, kam er auf der kleinen aber feinen Strecke gut zurecht. Mit ca. 800 m Länge ist die Bahn eher kurz und zählt mit einer Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h zu den eher langsameren Rennbahnen. Beim letzten Kräftemessen in Oscherleben wurden bis zu 130 km/h erreicht.

Für den Renntag hatte Paul eine besondere Abstimmung gewählt. Der Fahrer des AC-Schleswig war auf den langen Passagen gerade so schnell, dass er sich nach hinten verteidigen konnte, in den Kurven aber dafür mit mehr Power. Das Ergebnis war ein fünfter Platz im Qualifying. Paul startete somit im ersten Wertungslauf in der dritten Startreihe und konnte das Rennen auf einem hervorragenden dritten Platz beenden.

Der zweite Lauf war besonders in vielerlei Hinsicht. Als schon alle Fahrer Ihre Startposition eingenommen hatten und nur noch auf das GO der Rennleitung warteten, wurde dem Protest eines Fahrers stattgegeben. Dieser hatte sich geweigert das Rennen zu starten, wenn seine Zeitstrafe wegen Verlassen der Strecke nicht zurückgenommen wird. Nachdem die Rennleitung das zweimal verneinte und starten wollte, stieg der besagte Fahrer aus. Es kam zu Beleidigungen und Wortgefechten in Richtung der Komissare und der Rennleitung. Schlussendlich gab die Rennleitung nach. Paul Dreiling wurde in der Folge von drei auf vier zurückgesetzt.

Mit viel Adrenalin im Blut und großer Verzögerung ging es endlich los. Die Startampel ging gerade aus, da kam es schon zur ersten Kollision. Paul war beteiligt und fiel auf Platz neun zurück. Bis zum Ende ging es hoch her. Unfälle und Ausfälle reihten sich aneinander. Trotz der ganzen Schwierigkeiten kam Paul noch als Fünfter ins Ziel und erreichte in der Tageswertung den vierten Platz.  

„Unglaublich, wie hier rumgepöbelt wurde“, schüttelte Paul auch noch nach dem Rennen den Kopf. „Ich wundere mich, dass die Rennleitung nach diesen rüpelhaften Szenen nicht mit persönlichen Strafen reagiert hat“. Aber es gab auch einen sportlichen Aspekt. „Toll, dass ich wieder Punkte für mein Ziel Bundesendlauf sammeln konnte. Und in zwei Wochen, dann wieder in Oschersleben, will ich nachlegen“.20180604 142035

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