Bremerhaven 2011

Wohin geht die Clubreise 2011?  Die Antwort: nach Bremerhaven - 114.000 Einwohner - So richtig konnte fast keiner mit dem Fahrziel etwas anfangen und eine gewisse Skepsis war schon zu spüren. Durch Freunde und Bekannte auf die vielfältigen Möglichkeiten, die Bremerhaven zu bieten hat informiert und durch einen eigenen Kurzbesuch "schlau gemacht", konnte eigentlich nicht viel schiefgehen.

War unser Sommerwetter bislang eher eine kleine Katastrophe, so bescherte  uns Petrus  zu unserer Reise ein Herbstwochenende, das nicht besser hätte ausfallen können; blauer Himmel, Sonne "satt" und verbunden damit allerbeste Laune.


Wiederum mit dem Reisedienst Bartels aus Kropp und unserem beliebten Fahrer, Florian Bartels, begann die Clubfahrt ab 06.30 in Kropp und ab 07.00 Uhr in Schleswig. Nach der fröhlichen Begrüßung  starteten wir mit 34 Personen an Bord erwartungsvoll gen Bremerhaven. Wir verließen kurz die A 7, um Heidi an der Ausfahrt Bordesholm aufzunehmen.

Wie schon im Vorjahr, gab es Frühstück in der freien Natur auf dem BAB Rastplatz Aalbek. Leckere Brötchen, dazu Kaffee oder Tee ( organisiert durch die Fa. Bartels ), waren ein guter Einstieg für den Tag. Der Elbtunnel und auch die Baustellen auf der A 1 bedeuteten keine größeren Verzögerungen in unserem Zeitplan. Nach einer weiteren kleinen Pause auf dem BAB Rastplatz Grundbergsee  kamen wir pünktlich zu unserem 1. Programmpunkt - 12.00 Uhr - Auswandererhaus - in Bremerhaven an.

Bremerhaven als Tor zur Welt -  ca. 7 Millionen Menschen verließen in den letzten beiden Jahrhunderten den europäischen Kontinent, um in den  Vereinigten  Staaten von Amerika oder in Argentinien  ein neues Leben zu beginnen. Das Auswandererhaus ( eröffnet 2005 )  vermittelt tief beeindruckend   und unverblümt, unter welchen strapaziösen Bedingungen insbesondere die Auswanderer in der dritten Klasse   die lange Reise auf den Auswandererschiffen auf sich nehmen mussten. Nicht jeder Reisende überlebte die Strapazen und auch nicht jeder fand in der Ferne das erhoffte Glück. Nachdenklich, aber froh, das Einwandererhaus besucht zu haben, war nun individuelle Freizeit angesagt, um die vielen Sehenswürdigkeiten und Erlebnisangebote ( z.B. die Taufe der Humboldt 2, Besuch des Zoo´s am Meer, der beeindruckende Blick von der Plattform des  SAIL CITY auf die Hafenanlagen und die Stadt, eine Hafenrundfahrt oder aber ein Besuch des   Shopping- und Erlebniscenters MEDITERRANEO mit  italienischem Flair.

Pünktlich um 17.00 Uhr war Abfahrt zum 3 Km entfernten, erstklassigen  Hotel im Fischereihafen. Nach dem Einchecken war noch ausreichend Zeit, um auf der Terrasse etwas zu trinken - schließlich war es ja sehr warm. Um 19.10 Uhr fuhren wir dann mit unserem Bus zum Abendessen auf das Restaurantschiff - Seute Deern -, wo für uns separat die Messe reserviert war.
Nicht nur die Räumlichkeiten auf dem Schiff waren etwas ganz  Besonderes, auch das von freundlichen und umsichtigen Bedienungen zeitnah gereichte  Essen fand uneingeschränkten Zuspruch. Wie beim perfekten Dinner: 10 Punkte !! 

Mit dem Bus ging es dann zurück in den Fischereihafen, um hier  den Abend nach einem erlebnisreichen Tag  in den vielfältigen Gastronomieangeboten  ausklingen zu lassen. Ach ja, vor dem Schlafengehen sollen noch einige die Hotelbar kurz aufgesucht haben, um  den letzten Absacker zu genießen.

Nach dem hervorragenden Frühstück hieß es um 10.45 Uhr Abfahrt zum Klimahaus, eröffnet 2009.  Die Modalitäten waren schnell erledigt und die Reise um die Welt von und nach Bremerhaven, immer entlang des 8. Längengrades Ost  konnte beginnen. Auf 5000 m² waren vielfältige Klimazonen zu durchwandern und es wurde der Einblick in den Lebensalltag der Menschen gezeigt, die stark von dem dort vorherrschenden Klima geprägt sind; z.B. die Wüstenszenerie ist eine Station der "Reise", die den Kern des Klimahauses bildet. Ob nun der Kameruner Dschungel mit 80 % Luftfeuchtigket und 30 Grad warm, die Insel Samoa im Pazifik oder die Eismassen in der Antarktis und Temperaturstürze von 48 Grad,   jeder Besucher war fasziniert und in den Bann gezogen.

Nach unterschiedlich langem Besuch im Klimahaus ( 2 bis 3 Stunden )  und lange nicht alles wurde gesehen bzw. aktiv gestaltet, begann unsere Rückfahrt am 25. Sept. um 14.30 Uhr. Nach einer kurzen Pause an der Autobahnraststätte Aarbachkate wartete auf uns vor dem Elbtunnel ein längerer Stau, so dass wir mit einer Zwischenstation in Brokenlande gegen 19.30 wieder in Schleswig angelangt waren.

Skepsis und alle eventuell vorhandenen Bedenken waren verflogen und die Erkenntnis bei allen Reisenden war einhellig:
Bremerhaven war einfach toll - in jeder Beziehung - und zudem ist  Bremerhaven bei den bisher durchgeführten Clubfahrten in der Spitzengruppe anzusiedeln, wenn nicht sogar Spitzenreiter.